STABIL-Raute

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STABIL :: Knirps :: STABILA ::
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Walther & Co., Berlin: 1904-1970


Es gilt als gesichert, dass Franz Walther ab 1904 Baukästen mit Holzelementen konzipierte und zum Verkauf anbot. Bei dem ersten Baukasten soll sich um einen sog. Zimmermann-Baukasten gehandelt haben. Etwa ab 1906 enthielt eine Baukasten-Serie bereits einige Metallteile und Gewindestangen; unter der Bezeichnung Ingenieur-Bauspiel - in verschiedenen Größen - wurden diese bis etwas 1912 verkauft.
Weitere Sortimente, wie RECORD / REKORD und Maschinen-Baukästen, folgten.
Die Weiterentwicklung des Ingenieur-Bauspiel zum STABIL-Metallbaukasten - mit veränderten Lochabständen und Gewinden - erfolgte spätestens ab 1910 und wurde in vernickelter Ausführung mit Messingdrehteilen in Kartons und Holzkästen - in einem Ausbauprogramm von Kasten 49 bis zum größten Kasten 55 - bis zum Ende der Firmenexistenz angeboten.
Von 1911 bis 1915 war ein Eisenbahnwagen-Sortiment (Nr.59 bis 63) im Angebot, basierend auf STABIL-Teilen.
Ab etwa 1915 wurde auch ein Miniatur-Konstruktionsspiel angeboten.
Die beiden Weltkriege (1914-18, 1939-45) erforderten wegen der eingeschränkten Materialverfügbarkeit andere Oberflächenveredelungen, sowie Ersatzmaterialen für z.B. Zahnräder.
Von 1912 bis etwa 1932 wurden auch neue Teile den Kästen beigegeben, sodass die Stücklisten zunächst geändert und bis etwa 1936 erweitert wurden (s.Gewichtsmotor). Eine Anzahl von Motoren - Aufzug bzw. elektrisch - war ab 1920 ebenfalls im Lieferprogramm.
Ab etwa 1925 erschienen die Erfinderbaukästen; hier waren völlig neue Teile - als zusätzliche Konstruktionsmöglichkeit zu vorhandenen STABIL-Kästen - enthalten. Dieses System gilt weltweit als einmalig: Nr. 56 - 56a - 57 - 57a - 58.
Ab etwa 1931 erfolgte eine Erweiterung des Programms nach unten, d.h. noch kleinere Sortimente wurden - TRIX erschien jetzt im gleichen Marktsegment mit den 50-Pfennig-Kleinpackungen - als Einsteiger- bzw. Schnupperkästen zusammengestellt: Knirps 1 - Knirps 1a - Knirps 2 / 46 - Knirps 2a-46a - (47) - 48 - 48a.
Die Kanonen-Baukästen 46KM / 47KM erschienen 1934 bzw. 1936 und enthielten u.a. 2 kleine Kanonenrohre zum Verschießen von Erbsen und den Knirpsmotor.
Die Kastenbezeichnungen mit einem M (48M / 49M / 50M) enthielten zusätzlich einen Knirpsmotor.
Für 1933 waren 2 Elektrik-Baukästen (ähnlich TRIX Elektro 11) angekündigt worden: Electric 1 / Electric 2.
Ab 1934 wurde Flecht- und Bastelkästen STABILA 1 / STABILA 2 für Mädchen herausgebracht; der Inhalt bestand aus einigen STABIL-Teilen, etlichen Spezialteilen nebst Wolle für die Herstellung von Puppenmöbeln und -spielzeug.
Im Oktober 1943 wurde der Firmensitz von Walther & Co. in Berlin zerbombt; erst 1951 erschienen wieder die ersten Kästen, allerdings nur von Nr.48 bis 54a. Ab etwa 1955 (das Folgejahr wurde als das 50. Jubiläum der Walther Metallbaukästen gefeiert) enthielten die Kästen Verkleidungsplatten aus Kunststoff.
Im Jahr 1969 wurde die Produktion eingestellt und die Reste verkauft; 1995 erlosch die Firma im Handelsregister. Quellen: W.Sticht, J.Kahlfeldt.

Bild rechts: Stabil Nr.55 um 1932 (Kasten ist ein Nachbau).

Die Stabil Sonderteile ab ca. 1931

Das Modell einer Turbinenlokomotive...

Nach WK II wurde STABIL in vielfältiger Form kopiert; hier sind einige der Nachahmer. zu sehen.
Vier Metallbaukästen


 

 
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